Der Augenjäger: Psychothriller by Sebastian Fitzek

German 2

By Sebastian Fitzek

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Spielsucht: Ursachen, Therapie und Prävention von glücksspielbezogenem Suchtverhalten, 3. Auflage

Die „typische“ Klientel der Spiels? chtigen hat sich in den letzten Jahren gewandelt: Bei Frauen ist eine wachsende Erkrankungsrate zu verzeichnen, bei bestimmten Migranten-Gruppen besteht ein erh? htes Risiko. In diesem einzigen deutschsprachigen Therapiefachbuch zum Thema informieren die Autoren umfassend ?

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Alles geschah so wie bei unzähligen Operationen zuvor. Mit nur einem Unterschied: Lara Weitzmann war nicht bewusstlos. Bis heute weiß man nicht, ob das Narkosemittel falsch dosiert worden war oder ob sie an einer seltenen Anomalie litt, bei der der Körper generell auf eine Anästhesie nicht anspricht. Die Medikamente hatten lediglich ihre motorischen Fähigkeiten gelähmt. Lara war wach, konnte sich aber nicht bemerkbar machen. Konnte nicht zeigen, dass sie alles spürte: Das Skalpell, das ihre Bauchdecke auftrennte.

Sollte er doch seine Träume erfüllt bekommen, die er aus Pornofilmen kannte. War ja nichts dabei. Hinten, ganz tief unten in einer entfernt liegenden Abstellkammer ihres Bewusstseins, dämmerte ihr der Gedanke, dass es womöglich schon zu spät war. Dass sie die letzte Abzweigung auf der Straße ihres Lebens verpasst hatte, an der es ihr noch möglich gewesen wäre, die Dinge zu korrigieren, bevor sie vollends aus dem Ruder liefen. Sie hatte sich einmal zu oft erniedrigen lassen, hatte einmal zu wenig protestiert.

Sollte ich zu spät kommen, nur eine einzige Minute, würde Julian automatisch in seinem Verlies ersticken. So sind die Spielregeln. Genauso pervers wie unabänderlich. Ich weiß daher, was mich erwartet, als ich das Schott öffne und in die Dunkelheit trete. Sieben Minuten nach Ablauf des Ultimatums. 3. Kapitel Scheiße«, sagt der Mann hinter mir, der die Taschenlampe hält. Für einen kurzen Moment spüre ich das Verlangen, mich umzudrehen und ihm mit voller Wucht die Faust ins Gesicht zu rammen. Ich will meine Verzweiflung nicht länger in mich hineinfressen, und Stoya scheint mir trotz der Schusswaffe in seiner rechten Hand ein geeigneter Blitzableiter zu sein.

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