Computergestützte Informationsbedarfsanalyse: Strategische by Gerhard Walpoth

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By Gerhard Walpoth

1. 1. Problemstellung In vie1en Unternehmen explodieren die Kosten fUr Neueinftihrung, Wartung und Verbesserung von Informations-und Kommunikationssystemen (lKS). Einerseits handelt es sich dabei urn tatsachlich anfallende Kosten, andererseits urn ein unbe stimmtes Gefiihl der supervisor, die Informatik sei zu teuer. Vor allem zwei Griinde sind bier a. nzufiihren: IKS werden ohne abgestimm organisationsweite Systemplanung eingesetzt. Das Fehlen einer Unternehmensstrategie und einer daraus abgeleiteten In formatikstrategie fUhrt zu LOsungen, die sich nicht mit dem Hinweis auf Un ternebmensziele rechtfertigen lassen. Dorch immer komplexer werdende Informations-und Kommunikations technologie (IKT) steigt neben dem Sachaufwand vor aHem auch der according to sonalaufwand bei der Einfiihrung und Erhaltung von IKS. 1. 2. Vorgehensrahmen Die Problemstellung beriihrt Inhalte der Betriebswirtschaftslehre und der Informa tik. Die Schnittmenge dieser Wissensgebiete bild. et die Wirtschaftsinformatik. Sowohl die Wirtschaftswissenschaften als auch die Informatik sind angewandte Wissenschaften, dasselbe gilt daher auch fUr die Wirtschaftsinformatik. Ange wandte Wissenschaften unterscheiden sich von den Grundlagenwissenschaften nach Popper wie folgt: "Die Erkenntnis. beginnt nicht mit Wahrnebmungen oder Beobachtungen od. er der Sammlung von Daten oder von Tatsachen, sond. ern sie beginnt mit Problemen." 1 Der angewandte Wissenschafter strebt nach praktisch niitzlichem Wissen im Gegensatz zur Erkenntnisgewinnung. Der reine Wissenschafter geht von Ratseln aus, der angewandte Forscher wiihlt Probleme der praktisch handelnden Menschen Popper, Karl: Die Logik der Sozialwissenschaften. ln: T. W. Adorno (Hrsg. ): Der PositivismusslJ'eit in der deutschen Soziologie, Berlin 1967, S. 104. 2 Kapitell: Einleitung aus, fUr deren l. . (jsung kein befriedigendes Wissen zur Verf1igung steht.

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24 Eine sinnvolle Infonnatikplanung muB daher immer von einer strategisehen Unternehmensplanung abgeleitet sein. Die IKT darf nicht Selbstzweck sein, sondem muB dazu beitragen, (strategische) Unternehmensziele zu erreiehen. Daraus leitet sich ab, daB das Top-Management die Entwicklung einer Infonnatikstrategie in Auftrag geben muB und ein Committment dazu abgibt. Ziel der Planung ist ein "Dokument, ... das besehreibt, welehe Vorhaben zur Gestaltung der Informationsinfrastruktur langfristig realisiert werden sollen, und welches die wesent1ichen Eigensehaften (Sachziele und Fonnalziele) dieser Vorhaben sind; ...

Strategische Planung von Informatikprojekten Die Planung von IKS beginnt bei der Definition von Unternehmens- und Infonnatikstrategien. Das folgende Kapitel beschiiftigt sich mit dieser Fragestellung in Hinblick auf die fUr die Definition von Strategien benotigten Infonnationen. 1. Wettbewerbsvorteile durch Informationsmanagement Eine Schweizer Fluggesellschaft steht im Ruf, eine der besten Infonnatikdepartments der Schweiz zu besitzen. Ein don tiitiger Berater sieht nach eigenen Angaben seine Aufgabe nicht primiir darin, neues Wissen, neue Methoden oder Werkzeuge einzubringen, sondern das vorhandene Potential an ldeen und Chancen zu finden und daraus Vorteile ffir die Fluglinie am Markt zu entwickeln.

Vorhandene und geplante Anwendungssysteme und Datenstrukturen. Transaktionssysteme (Geschiiftssysteme) und Informationserfordemisse. Planung der Umsetzung und Implementierung, Methoden und Werkzeuge, die eingesetzt werden sollen. Struktur und Fiihigkeiten des Personals, Schulungsbedarf. Strategische Rechtfertigung durch Definition von Kosten, Nutzen und Risken. Die oben angefUhrten Punkte werden im Stadium der Strategieerstellung natiirlich noch relativ global ausfallen mussen. '1:1 Die Erstellung von Informatikstrategien ist natiirlich schon Inhalt zahlreicher Methoden und oft auch Werkzeugen in der Praxis und/oder der Literatur.

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